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Website erstellen lassen zum Festpreis: Was drin sein muss

von Kay8 Min. Lesezeit

Wer eine Website erstellen lassen will, zum Festpreis und ohne Überraschung auf der Schlussrechnung, braucht vor allem eins: ein Angebot, das den Umfang so genau beschreibt, dass man ihn nachzählen kann. Seitenzahl, Gestaltung, Inhalte, Handy-Darstellung, SEO-Grundlagen, Rechtstexte und Livegang gehören hinein. Bei uns kostet ein Onepager ab 999 €, eine Website mit bis zu fünf Seiten ab 1.999 € und ein Shop ab 3.499 €, jeweils einmalig. Dieser Beitrag zeigt, welche Punkte in einem Festpreis-Angebot stehen müssen, was typischerweise nicht drin ist und woran du ein Angebot erkennst, das nur nach Festpreis aussieht.

Was ein Festpreis bei einer Website bedeutet

Ein Festpreis heißt: Umfang und Preis stehen fest, bevor die Arbeit beginnt. Die Agentur trägt das Risiko, wenn sie länger braucht als geplant, du trägst die Verantwortung dafür, vorher zu sagen, was du willst. Ein Festpreis ist deshalb nur so viel wert wie die Beschreibung des Umfangs, an die er gebunden ist.

Das Gegenmodell ist die Abrechnung nach Stunden. Dort wird bezahlt, was tatsächlich anfällt. Das ist flexibel, wenn sich die Anforderungen unterwegs ändern — aber die Endsumme steht erst am Schluss fest, und jede zusätzliche Änderungsrunde verschiebt sie. Für kleine und mittlere Unternehmen, die ein festes Budget einplanen müssen, ist das selten die bessere Wahl.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Festpreis und Pauschale ohne Inhalt. Ein Angebot, auf dem „Website komplett: 2.000 €" steht, ist zwar ein fester Betrag, aber kein belastbarer Festpreis. Niemand kann daraus ablesen, ob fünf oder fünfzehn Seiten gemeint sind, ob die Texte eingepflegt werden und ob die Seite auf dem Handy funktioniert. Spätestens bei der Abnahme wird darüber gestritten.

Wie wir Websites aufbauen und abrechnen, steht auf unserer Seite Website erstellen lassen.

Website erstellen lassen zum Festpreis: die Pflichtpunkte im Angebot

Ein Festpreis-Angebot für eine Website sollte mindestens sieben Dinge ausdrücklich nennen: den Umfang in Seiten oder Abschnitten, die Art der Gestaltung, die Darstellung auf allen Geräten, das Einpflegen der Inhalte, die SEO-Grundlagen, die Rechtstexte und den Livegang. Fehlt einer davon, ist er entweder nicht enthalten oder wird später extra berechnet.

Als Beispiel dafür, wie konkret das aussehen kann, hier die Punkte unseres Onepager-Pakets, wie sie auf der Preisseite stehen:

  • Bis 5 Sektionen
  • Individuelles Design
  • Für Handy, Tablet und Desktop gebaut
  • Texte und Bilder eingepflegt
  • SEO-Grundlagen: Titel, Beschreibungen, Ladezeit
  • Impressum und Datenschutz eingebunden
  • Livegang inklusive Einrichtung

Jeder dieser Punkte beantwortet eine Frage, die sonst offen bliebe. Im Einzelnen:

Umfang: Seiten und Abschnitte als Zahl

Der Umfang ist der Punkt, an dem sich ein Festpreis entscheidet. „Bis 5 Seiten" lässt sich prüfen, „eine moderne Unternehmenswebsite" nicht. Achte darauf, ob eine Zahl genannt wird und worauf sie sich bezieht: auf Abschnitte einer einzelnen Seite oder auf eigenständige Unterseiten mit eigener Adresse. Den Unterschied und wann welche Variante passt, erklären wir im Beitrag Onepager oder Multipager.

Gestaltung: individuell oder angepasste Vorlage

Beides kann sinnvoll sein, aber das Angebot muss sagen, was gemeint ist. Eine angepasste Vorlage ist schneller umgesetzt, eine individuelle Gestaltung unterscheidet dich von allen, die dieselbe Vorlage nutzen. Steht dazu nichts im Angebot, ist es fast immer die Vorlage.

Inhalte: wer liefert, wer pflegt ein

Texte und Bilder sind der am häufigsten unterschätzte Teil einer Website. Das Angebot sollte festhalten, ob die Agentur fertige Inhalte nur einpflegt, ob sie Texte schreibt und wer die Bilder liefert. „Texte und Bilder eingepflegt" heißt: Du lieferst, die Agentur setzt ein — nicht, dass sie die Texte verfasst.

SEO-Grundlagen, Rechtstexte, Livegang

Seitentitel, Beschreibungen für die Suchergebnisse und eine kurze Ladezeit kosten beim Bau wenig und lassen sich hinterher nur mühsam nachrüsten. Impressum und Datenschutzerklärung müssen auf jeder geschäftlichen Website erreichbar sein; das Angebot sollte sagen, dass sie eingebunden werden und wer die Texte stellt. Und der Livegang — Domain verbinden, Seite umschalten, prüfen — gehört in den Festpreis, nicht in eine Nachberechnung.

Was beim Multipager und beim Shop zusätzlich drinstehen muss

Je größer die Website, desto mehr Punkte braucht das Angebot. Bei einer Website mit mehreren Unterseiten kommen Navigation, Seitenstruktur und die Frage hinzu, wer die Seite danach pflegt. Bei einem Onlineshop kommen Produkte, Zahlungsanbieter, Versand und Steuersätze dazu.

Unser Multipager ab 1.999 € enthält über den Onepager hinaus:

  • Bis 5 Seiten
  • Eigene Unterseite je Leistung
  • Durchdachte Navigation und Seitenstruktur
  • Selbst pflegbar über WordPress und Elementor
  • Erweiterte SEO-Struktur über alle Seiten
  • Einweisung in die Pflege

Der letzte Punkt wird in vielen Angeboten vergessen. Eine Website, die nur die Agentur ändern kann, macht jede neue Öffnungszeit zu einem Auftrag. Steht im Angebot, mit welchem System die Seite gebaut wird und dass eine Einweisung dazugehört, weißt du vorher, ob du später selbst Hand anlegen kannst.

Beim Shopsystem ab 3.499 € werden die Punkte noch konkreter, weil Geld fließt: bis 7 Seiten, bis 10 Produkte eingepflegt, Warenkorb und Kasse, angebundener Zahlungsanbieter, eingerichtete Versandarten und Steuersätze, eine Einweisung in die Bestellverwaltung. Und ein Punkt, der in jedem Shop-Angebot klar geregelt sein sollte: Die Rechtstexte werden eingebunden, AGB und Widerrufsbelehrung stellst du selbst, in der Regel über einen Anwalt oder einen Rechtstexte-Dienst. Ein Angebot, das dazu schweigt, lässt offen, wer am Ende haftet.

Die Zahl der Produkte ist dabei der Punkt, an dem der Festpreis seine Grenze hat. „Bis 10 Produkte eingepflegt" heißt nicht, dass der Shop nur zehn Produkte tragen kann — sondern dass zehn im Preis enthalten sind. Alle weiteren pflegst du selbst ein oder lässt sie gesondert einpflegen.

Was ein Festpreis für eine Website meist nicht abdeckt

Ein Festpreis deckt die Erstellung der Website. Was danach laufend anfällt, gehört nicht dazu — und zwar bei jeder Website, unabhängig davon, wer sie gebaut hat. Ein ehrliches Angebot nennt diese Posten ausdrücklich, statt sie wegzulassen.

Die drei laufenden Posten sind:

  • Domain: die Adresse deiner Website, jährlich beim Anbieter bezahlt.
  • Hosting: der Server, auf dem die Website liegt. Er entscheidet stark darüber, wie schnell sie lädt — warum, steht im Beitrag Website langsam? Miss zuerst den Server.
  • Pflege und Updates: Eine WordPress-Seite braucht regelmäßige Updates für Plugins und Sicherheit. Eine von Hand geschriebene Seite deutlich weniger.

Daneben gibt es Leistungen, die bewusst eigene Aufträge sind. Laufende Suchmaschinenoptimierung etwa geht über die SEO-Grundlagen beim Bau weit hinaus: Themenplan, neue Inhalte, Auswertung jeden Monat. Bei uns ist das ein eigenes Paket ab 999 € im Monat. Dasselbe gilt für Google-Ads-Kampagnen oder ein CRM. Gehören sie zu deinem Ziel, sollten sie im Angebot getrennt stehen, mit eigenem Preis — nicht in einer Gesamtsumme versteckt.

Wer alle Kosten einer Website im Zusammenhang sehen will, findet die Übersicht in unserem Ratgeber Was kostet eine Website?.

Woran du ein schwaches Festpreis-Angebot erkennst

Ein schwaches Festpreis-Angebot nennt einen Betrag, aber keinen prüfbaren Umfang. Die typischen Warnzeichen sind vage Formulierungen, fehlende Zahlen, ungeklärte Eigentumsrechte und Lücken bei Inhalten oder Rechtstexten. Jede dieser Lücken wird später entweder zu einer Nachforderung oder zu einer Leistung, die nicht kommt.

Prüfe ein Angebot mit diesen Fragen:

  1. Steht eine Zahl beim Umfang? Seiten, Abschnitte, Produkte. Ohne Zahl ist der Festpreis nicht prüfbar.
  2. Ist die Gestaltung beschrieben? Individuell oder Vorlage — eins von beiden muss dastehen.
  3. Ist geregelt, wer Texte und Bilder liefert und wer sie einpflegt?
  4. Ist die Seite ausdrücklich für Handy, Tablet und Desktop gebaut?
  5. Werden Seitentitel, Beschreibungen und Ladezeit erwähnt?
  6. Sind Impressum und Datenschutz eingebunden, und wer stellt die Texte?
  7. Mit welchem System kannst du die Seite danach selbst pflegen?
  8. Gehört dir die Website nach der Bezahlung? Bei uns gilt: einmalig bezahlt, danach gehört sie dir.
  9. Welche laufenden Kosten kommen dazu, und sind sie beziffert oder zumindest benannt?

Ein Angebot muss nicht jede dieser Fragen mit „ja, enthalten" beantworten. Es muss sie aber beantworten. „Nicht enthalten" ist eine klare Aussage, mit der du planen kannst. Schweigen ist keine.

Warum auf Festpreisen „ab" steht

Auf veröffentlichten Website-Preisen steht meist „ab", auch bei uns. Das „ab" heißt nicht, dass der Preis offen ist, sondern dass das Paket ein Einstieg ist: Es beschreibt den kleinsten Umfang, der dazugehört. Der eigentliche Festpreis steht im Angebot, sobald klar ist, was die Website können muss.

Der Weg dorthin ist kurz. Bei uns beginnt jedes Projekt mit einem Gespräch von etwa einer halben Stunde, kostenlos und ohne Anschluss. Daraus entsteht das Angebot mit festem Umfang und festem Preis. Danach siehst du die Startseite fertig gestaltet, bevor eine Zeile Code entsteht, und während der Umsetzung liegen die Zwischenstände auf einer Testadresse, die du jederzeit ansehen kannst. Der Ablauf im Ganzen steht auf der Seite Website erstellen lassen.

Diese Reihenfolge ist kein Zufall. Ein Festpreis funktioniert nur, wenn beide Seiten vor dem Bau dasselbe Bild von der Website haben. Ein fertig gestalteter Entwurf der Startseite ist dafür verlässlicher als jede Beschreibung in Worten: Was danach gebaut wird, ist das, was du gesehen hast.

Das Wichtigste in drei Sätzen

Ein Festpreis für eine Website ist nur so belastbar wie die Beschreibung des Umfangs, an der er hängt: Seitenzahl, Gestaltung, Inhalte, Gerätedarstellung, SEO-Grundlagen, Rechtstexte und Livegang gehören ausdrücklich ins Angebot. Domain, Hosting und Pflege fallen bei jeder Website laufend an und gehören nicht in den Festpreis, sollten aber benannt sein. Was unsere Pakete im Einzelnen enthalten, steht auf der Preisseite — und wenn du wissen willst, welches davon zu deinem Vorhaben passt, klären wir das im Erstgespräch über Websites & Design.

Häufige Fragen

Was bedeutet Festpreis bei einer Website?
Umfang und Preis werden vor Beginn schriftlich festgelegt. Was im Angebot steht, wird zu diesem Preis gebaut — unabhängig davon, wie viele Stunden es am Ende tatsächlich dauert. Ändert sich der Umfang, braucht es eine neue Vereinbarung.
Was kostet eine Website zum Festpreis?
Bei uns kostet ein Onepager ab 999 €, ein Multipager mit bis zu fünf Seiten ab 1.999 € und ein Shopsystem ab 3.499 €, jeweils einmalig. Der genaue Festpreis steht im Angebot, sobald der Umfang geklärt ist.
Sind Domain und Hosting im Festpreis enthalten?
In der Regel nicht. Der Festpreis deckt die Erstellung. Domain, Hosting und bei WordPress-Seiten die regelmäßigen Updates fallen laufend an, unabhängig davon, wer die Website gebaut hat. Ein gutes Angebot sagt ausdrücklich, was davon dazugehört und was nicht.
Was passiert, wenn ich während des Projekts mehr Seiten möchte?
Dann ändert sich der Umfang, und damit auch der Preis. Deshalb lohnt es sich, vor dem Angebot aufzuschreiben, welche Seiten und Funktionen du brauchst. Was im Angebot genau beschrieben ist, lässt sich später sauber von einer Erweiterung unterscheiden.

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